Unser ehemaliger Kollege und bester Freund Gerhard Kreutz ist am 26. Januar 2026 im Alter von 57 Jahren nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Wir sind tief traurig.
Als Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) hat Gerhard die touristische Entwicklung des Kurortes Bad Bevensen maßgeblich geprägt und entscheidend vorangetrieben. Seinem unermüdlichen Engagement ist es zu verdanken, dass sich Bad Bevensen in der Zeit seines Wirkens außerordentlich positiv entwickelte. Mit seinem Ideenreichtum, seiner Kreativität und seinem Gespür für Menschen machte er die Stadt zu einem touristischen Leuchtturm, der weit über die Region hinausstrahlte.
Gerhard verstand es wie kaum ein anderer, alle Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gastronomie und Hotellerie an einen Tisch zu bringen – und an einem Strang ziehen zu lassen. Unvergessen bleiben die Kaffeerunden in einem Bad Bevenser Café, in denen ohne Tagesordnung und Protokoll Probleme offen angesprochen und gemeinsam Lösungen gefunden wurden. Ebenso unvergessen sind die von Gerhard stets exzellent vorbereiteten Klausurtagungen des Aufsichtsrates, bei denen gemeinsam mit den Vertretern der Tourismuswirtschaft die Weiterentwicklung des Tourismuskonzeptes und die Wirtschaftspläne erarbeitet wurden.
Mit einem beispiellosen Veranstaltungsprogramm und namhaften Künstlern füllte Gerhard das neue Kurhaus mit Leben. Es gelang ihm zudem, das Kurhaus erfolgreich als Tagungszentrum zu etablieren.
Besonders am Herzen lag ihm das Stadtmarketing. Die verkaufsoffenen Sonntage nutzte er, um Menschen aus nah und fern nach Bad Bevensen zu ziehen. Mit Aktionen wie „Musik im Städtchen“, „BankArt“ und „LandArt“ belebte er die Innenstadt nachhaltig. Viele nutzten diese Sonntage zum Bummeln und Einkaufen. Seine jährliche Veranstaltung „1 Jahr in 100 Minuten“ war legendär und füllte regelmäßig das Kurhaus bis auf den letzten Platz. Mit Witz, Charme und kaufmännischem Geschick präsentierte Gerhard die Aktionen und Veranstaltungen des kommenden Jahres. Die geplanten 100 Minuten reichten dabei fast nie aus – das Programm war schlicht zu vielfältig. Unmittelbar nach seinen Präsentationen schnellte der Kartenvorverkauf für Konzerte und Veranstaltungen spürbar in die Höhe.
Weitere Veranstaltungen, die Gerhards unverwechselbare Handschrift tragen, sind das Stadtfest, das Kurhausfest sowie der von ihm neu konzipierte Weihnachtsmarkt auf dem Kirchplatz.
Gerhard lebte für Bad Bevensen. Die Stadt und die Menschen lagen ihm zutiefst am Herzen. Ja, er hat sich für Bad Bevensen auch aufgerieben. Nicht selten saß er bereits morgens um vier Uhr im Büro und verließ das Kurhaus abends als Letzter. 150 Prozent oder gar nicht – dieses Lebensmotto schien ihn zu begleiten. Sein Lieblingslied war „Atemlos“ von Helene Fischer. Und doch hatte man nie den Eindruck, dass Gerhard selbst jemals atemlos war. Er schätzte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr und wäre für sie durchs Feuer gegangen. Teamarbeit war für ihn essenziell.
Für uns war Gerhard nicht nur ein herausragender und verdienter Kollege, sondern ein warmherziger, liebenswürdiger und empathischer Mensch – und ein wahrhaftiger Freund, auf den man sich immer verlassen konnte. Für seine Freunde war er Gerd. Unvergessen bleiben unsere Mettbrötchenrunden vor Dienstbeginn, in denen dienstliche Themen der BBM und der Stadt ebenso ihren Platz hatten wie „weltpolitische Fragen“. Immer begleitet von Gerds Humor, seinem Schalk und seinen pointierten Bemerkungen. Aus diesen Runden entstand die „Mettcrew“, die sich auch dann noch traf, als Gerd krankheitsbedingt das Haus nicht mehr verlassen konnte – zuletzt vor gut zwei Wochen im Pflegeheim.
Nun müssen wir dich gehen lassen, lieber Gerd – als Kollegen, als Freund, als Mensch. Wir werden dich unendlich vermissen. Doch in unseren Herzen lebst du weiter.
Deine Freunde
Hans-Jürgen Kammer
Thomas Fisahn