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Prof. Dr. Dr. Joachim Sandengestorben am 5. Dezember 2017

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Fassungslos, tief bestürzt habe ich vom für mich völlig überraschenden Tod Joachims erfahren. Seit 1999 kannten wir uns, zuerst war er mein Dozent, dann Arbeitskollege an der Professur und ab 2009 unterrichteten wir beide im Master "PELP" an der Leuphana.

Einem geflügelten Wort nach soll man nicht den Verlust eines geliebten Menschen betrauern, sondern sich vielmehr über die Zeit freuen, die man mit ihm verbringen durfte. Das sagt sich leicht - und doch: Vielleicht mag dieser Gedanke zumindest ein kleiner Trost sein.

Sein beeindruckendes wissenschaftliches Werk und Wirken würdigen zu wollen, maße ich mir nicht an - das können andere besser. Stattdessen möchte ich einen persönlichen Aspekt würdigen, der mich sehr beeindruckt und irgendwo auch geprägt hat: Unermüdlich hat sich Joachim weit über das sonst übliche Maß hinaus für "seine Leute" engagiert: Ob es Studierende waren, für die noch schnell eine Unterkunft in Lüneburg beschafft werden musste (welcher Dozent macht sowas sonst?) oder ob er sonst helfen konnte - er tat es. Persönlich hat er mir einmal einen - zumindest rückblickend und für mich (...) recht lustigen - Vortrag in Berlin vermittelt und mich vor allem als Lehrbeauftragten eingefangen. Ohne ihn wäre ich nicht an die Leuphana zurückgekehrt, an der ich nun stattdessen noch immer unterrichte.

Künftig leider ohne ihn - und das mag ich noch immer nicht glauben.

Mein tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie sowie allen, die ihn sonst lieb hatten und nun schmerzlich vermissen. Allen voran natürlich seinem Sohn Paul und seiner Frau Rita, die mir noch (flüchtig) als Musikerin von unseren Absolventen-Feiern in Lüneburg bekannt ist. Herzliches Beileid - und viel Kraft!